Willkommen beim NABU Kreisverband Gotha e.V.

Foto: R. Bellstedt
Foto: R. Bellstedt

Der Naturschutzbund ist schon seit mehr als 100 Jahren vor Ort aktiv, um unsere heimische Vielfalt zu erhalten.

Praktische Artenschutzmaßnahmen und Informationsveranstaltungen sind ein Teil unserer Aufgabenbereiche.

Aber auch SIE können sich aktiv für die "Natur vor der Haustür" einsetzen!

Denn als Mitglied ermöglichen Sie, dass der NABU:


  • sich erfolgreicher für Mensch und Natur einsetzen kann
  • sich stärker in der Politik einsetzen kann, denn je mehr Menschen uns unterstützen, desto gewichtiger ist unsere Meinung
  • noch mehr praktische Naturschutzmaßnahmen realisieren kann: JEDE helfende Hand ist willkommen!

Unsere Natur ist einzigartig und schützenswert!

Um Vielfalt zu entdecken, muss man nicht in die fernen Tropen reisen! Prächtige Orchideenwiesen, schillernde Schmetterlinge und liebliche Vogelgesänge kann man auch bei uns entdecken und v.a. erleben! Unser Landkreis beherbergt nämlich nicht nur wichtigstige Vorkommensgebiete von Rotmilan und Wechselkröte, hier ist auch seit Langem wieder der Wolf heimisch!

Wildlife pur und das im Landkreis Gotha! Und jeder kann sich daran beteiligen. Egal ob Groß oder Klein, gemeinsames Forschen ist spannend und hilft unsere Natur in und um Gotha zu schützen und v.a. zu erhalten.

Auf unserer Homepage finden Sie

unseren

Veranstaltungsplan 2017
Plan2017.pdf
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NAJU Plan 2017 (1).pdf
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sowie

Aktuell

Neuer NABU Kalender 2018

"Unter besonderem Schutz": in unserem neuen Kalender stellen wir Ihnen seltene heimische und schützenswerte Tierarten vor, die v.a. auch im Landkreis Gotha eine herausragende Bedeutung haben und für die sich das NABU Team jedes Jahr aktiv für Schutz und Management einsetzt. Unser Kalender ist traditionell auch 2018 mit vielen Bildern und zahlreichen Informationen zu Wolf, Rotmilan, Haselmaus und Co. gespickt. 

Er ist für 8 € u.a. in der Gotha Information zu erwerben oder Sie besuchen uns am kommenden Samstag, den 16.12.2017 ab 11.00 Uhr auf dem Orangerie Weihnachtsmarkt.

Waldohreulen am Schlafplatz Foto: S. Löw
Waldohreulen am Schlafplatz Foto: S. Löw

Waldohreulen-Schlafplätze melden

Im Winter ziehen sich viele Tiere zurück, nicht selten auch in die Siedlungen, da sie hier Wärme und auch Nahrung finden. Auch die Waldohreule lässt sich im Winter gut an ihren Schlafplätzen beobachten. Allerdings sind diese nur sehr selten bekannt. Sollten Sie daher einen Schlafplatz entdecken oder gar selbst einen im Garten haben, dann melden Sie ihn uns an info@nabu-gotha.de oder direkt an die Vogelschutzwarte Seebach.

Sie tragen damit aktiv zum Artenschutz bei. Vielen Dank!

Foto: S. Löw
Foto: S. Löw

Viel diskutiertes Thema - Wolf

Der Wolf ist nach Deutschland zurückgekehrt und mit ihm stellen sich zahlreiche neue Herausforderungen. Mit den letzten Wolfsrissen im Bereich des einzigen Thüringer Vorkommensgebietes erreichten uns vermehrt Anfragen, welchen Nutzen der Wolf habe. Die Frage nach dem Nutzen jeglichen Lebens darf sich dabei niemals stellen sondern wie kann man den Schutz der Weidetiere realisieren und Tierhalter dabei unterstützen? Denn es steht auch außer Frage, dass Schaf- und Ziegenhaltung für den Natur- und Lebensraumschutz einen enormen Stellenwert haben. Das der Herdenschutz funktionieren kann, zeigt unser Nachbarland Sachsen. Hier gibt es den Wolf schon seit fast 20 Jahren. Forscher stehen in engem Austausch mit Politik und Tierhaltern um sowohl den Schutz des Wolfes als auch den der Weidetiere zu realisieren. Hierzu wurde ein Managementplan für den Wolf erarbeitet. Letztendlich können wir uns als stolz erweisen, dass wir uns sowohl wirtschaftlich als auch emotional vom Mittelalter entfernt haben. Wie sehr jeder selbst an die Märchen der Gebrüder Grimm glauben mag, und sich nicht mehr in die Wälder wagt, ist jedem selbst überlassen. Fakt ist, es gibt in Deutschland deutlich mehr Fälle von Drogen- und Verkehrstoten als Wolfssichtungen!

Präparation und Foto: R. Bellstedt
Präparation und Foto: R. Bellstedt

Greifvogelverfolgung im Landkreis Gotha

 

Heutzutage kaum noch vorstellbar und vielen auch nicht bekannt: Greifvögel werden nach wie vor verfolgt, vergrämt und getötet. Und das u.a. auch bei uns in Deutschland. Auch im Landkreis Gotha haben wir regelmäßig Fälle von geschossenen oder vergifteten Greifvögeln. Die Gründe für die systematische Verfolgung sind dabei äußerst fadenscheinig und schlichtweg falsch. Eine Begründung: Greifvögel seien Schuld am Rückgang von Niederwild. 

Am 23.06.2017 hatte der NABU KV Gotha e.V. Diana Gevers vom Komitee gegen den Vogelmord e.V. geladen um über die erschreckende Situation in Deutschland zu referieren. Die bisher aufgedeckten Fälle sind bei Weitem erst die Spitze des Eisberges,Strafverfolgung und Ahndung viel zu schwach. Gemeinsam mit dem Komitee gegen den Vogelmord e.V. wird der NABU Gotha auch in unserem Landkreis gegen das sinnlose und verachtungswürdige Töten kämpfen. Auch Sie können uns dabei unterstützen. Melden Sie jede Auffälligkeit oder toten Greifvogel direkt an uns oder an das Komitee gegen den Vogelmord e.V. 

Grünfink, Foto: S. Löw
Grünfink, Foto: S. Löw

Immer weniger Vögel

 

In letzter Zeit erreichen uns immer häufiger Fragen nach all den Gartenvögeln, sie seien im Winter nicht wie gewohnt an die Futterhäuschen gekommen und im Frühling blieb der Garten stumm.

Viele fragen sich, woran das liegt. Oftmals wird der Elster die Schuld gegeben, die Vogelnester plündert, sie sei in den letzten Jahren mehr geworden. Tatsächlich sind die Bestände der Elster zusammengebrochen! In freier Landschaft findet man sie kaum noch, sie haben sich in die Ortschaften zurückgezogen, weil sie in Feld und Flur nicht genügend Nahrung findet. Wenn sie dann tatsächlich an Vogelnester geht ist dies ebenso ein Zeichen für den extremen Nahrungsmangel, denn die Nester sind gut bewacht und niemand gibt die wertvolle Brut kampflos auf!

So wie der Elster geht es all unseren Vögeln: die Nahrungsgrundlage fehlt! Was Entomologen (Insektenkundler) bereits seit Jahren beobachten, erreicht nun auch die bunten Gesangskünstler. Insektenmangel. Wen kümmert es schon, wenn es im Sommer weniger Plagegeister wie Mücken und Wespen gibt? Für die Vögel sind sie Lebensgrundlage, ohne Insekten keine Vögel und damit ein stummer Garten! Mit verantwortlich für das massive Insektensterben ist neben der Zerstörung natürlicher Lebensräume auch die intensive Landwirtschaft. Übermäßige Düngung und intensive Begiftung lassen an Wald- und Wegrand auch die Schmetterlinge vermissen. Der NABU Deutschland bemüht sich seit diesem Jahr verstärkt um eine naturverträgliche Landwirtschaft.

 

Nabu Gotha ehrt Kirche in Waltershausen

 

Die Waltershäuser Stadtkirche "Zur Gotteshilfe" gilt als Vorläufer der Dresdner Frauenkirche. Hier findet sich auch die größte und bedeutendste thüringische Orgel des 18. Jahrhunderts. Und die Kirche bietet in jedem Jahr eine sichere Kinderstube für Turmfalken. Am 11. September 2016 erhielt sie daher die Auszeichnung "Lebensraum Kirchturm" des NABU. Ein jeder kann auch zuhaus dazu beitragen, selbst den kleinsten Tieren ein Zuhause zu bieten. Im Rahmen der Auszeichnung wies die Kirche auf den durch uns Menschen verursachten drastischen und zunehmenden Lebensraumverlust hin und den enormen Wert den daher jede noch so kleine Nische für all die anderen Erdbewohner bietet. Auch in den kommenden Jahren wird das Waltershäuser Zentrum durch den "Lebensraum Kirchturm" sowie das fröhliche Treiben der kleinen und dankbaren Turmfalken bereichert.

Grasfrosch, Straßenverkehrsopfer. Foto: S. Löw
Grasfrosch, Straßenverkehrsopfer. Foto: S. Löw

Artenschutz immer weniger wert?

 

Der Frühling ist da und die Amphibien begeben sich auf eine gefährliche Wanderung zu ihren Laichgewässern. Dabei queren sie u.a. viel befahrene Straßen, so auch die B88 zwischen Ohrdruf und Crawinkel. In der Nacht vom 14. zum 15. April 2016 haben auf einer Strecke von nur etwa 600 m mindestens 200 Tiere die Wanderung zum Aueteich nicht überlebt! Die dringend benötigten Amphibienleiteinrichtungen mit Tunneln wären an dieser Stelle ohne größere Komplikationen leicht umsetzbar. Entsprechende Tunnel würden auch Wildschweine und Rehe nutzen und damit die extrem hohe Zahl an z.T. tödlichen (!) Wildunfällen zwischen Ohrdruf und Crawinkel reduzieren. Ansässige Artenschützer im Landkreis Gotha kämpfen bereits seit Ende der 1980er Jahre (!!) dafür, dass sowohl zwischen Ohrdruf und Crawinkel als auch an den Reinhardsbrunner Teichen und anderen Straßen feste Leiteinrichtungen zum Schutz vor dem Straßentod der wandernden Amphibien installiert werden. Doch aufgrund des ausgeprägten Desinteresses der zuständigen Behörden finden jährlichen tausende Kröten, Frösche und Molche den Tod auf Gothaer Straßen. Ein weiteres Armutszeugnis für den behördlichen Arten- und Naturschutz im Landkreis Gotha! Stattdessen wird die Liebe zur Natur des Ehrenamtes schamlos ausgenutzt. Seit 30 Jahren errichtet der NABU KV Gotha e.V. mobile Amphibienschutzzäune, die eigentlich nur als Übergangslösung für drei bis maximal fünf Jahre gedacht sind! Zwischen März und Mai werden mindestens einmal am Tag durch einen ehrenamtlichen Naturschützer die Amphibien sicher über die Straße getragen und in das Laichgewässer entlassen. Zum Vergleich: am Erlebachteich, welcher sich etwa 1.700 m westlich des Aueteiches befindet und welcher vom NABU Gotha ehrenamtlich betreut wird, konnte am 15.04.2016 kein überfahrenes Tier festgestellt werden! Der NABU Gotha setzt sich weiterhin vehement für die Errichtung der dringend benötigten stationären Amphibienschutzanlagen ein.

Gothaer Naturschutzjugend belegt 1. Platz!

mehr dazu und zur Landesvertreterversammlung des NABU Thüringen finden Sie hier 

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Gotha legt immer weniger Wert auf gesundes Grün

 

1968 unter Schutz gestellt und 2016 zugunsten attraktiven Baulandes gefällt: Gotha verliert erneut ein ehemaliges Naturdenkmal! Da stellt sich die Frage, ob das Leben ohne Bäume wirklich noch so attraktiv ist. Mehr Informationen zur Entstellung unserer einstigen Prachtstraße "Bürgeraue" finden Sie in der folgenden Pressemitteilung des NABU Gotha.

PM Baumfällungen in der Gothaer Bürgerau
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