Willkommen beim NABU KV Gotha e.V.

Foto: R. Bellstedt
Foto: R. Bellstedt

Steht für bunte, abwechslungsreiche Gärten mit verwilderten Ecken - Das Rotkehlchen ist Vogel des Jahres 2021

Tipps und Tricks rund um einen artenreichen Garten >>>

Nicht nur das Rotkehlchen wird´s danken...


Auf unserer Homepage finden Sie

Programm NABU Gotha

Inhalt folgt demnächst

Programm der NAJU Gotha

Inhalt folgt demnächst

sowie


Der Naturschutzbund ist schon seit mehr als 100 Jahren vor Art aktiv um unsere heimische Vielfalt zu erhalten. Praktische Artenschutzmaßnahmen sind ein Teil unserer Aufgabenbereiche. Aber auch SIE können sich aktiv für die "Natur vor der Haustür" einsetzen.

Denn als Mitglied ermöglichen Sie, dass der Nabu:

  • sich erfolgreicher für Mensch und Natur einsetzen kann
  • sich stärker in der Politik einsetzen kann, denn je mehr Menschen uns unterstützen, desto gewichtiger ist unsere Meinung
  • noch mehr praktische Naturschutzmaßnahmen realisieren kann: JEDE helfende Hand ist willkommen!

Pressemitteilung NABU KV Gotha e.V.

NABU bedauert Zustimmung zum B-Plan "Westlich Sonneborner Straße" durch den Gothaer Stadtrat

Der NABU-Kreisverband Gotha bedauert die mehrheitliche Zustimmung des Gothaer Stadtrats zum B-Plan „Westlich Sonneborner Straße“ auf seiner letzten Sitzung. So ist das nun auf den Weg gebrachte Wohngebiet aufgrund der damit einhergehenden Eingriffe aus naturschutzfachlicher Sicht eindeutig nicht tragbar, was der NABU in seiner Stellungnahme auch klar dargestellt hat. Es ist sehr bedauerlich, dass im Rahmen der vorhergehenden Erörterungen seitens der Stadtverwaltung Gotha nicht auch andere Einschätzungen zum strittigen Status der im dortigen Baugebiet liegenden Streuobstwiese berücksichtig wurden, die durch die Rodung des Investors im April, mitten während der Vogelbrutzeit, zu einem großen Teil zerstört wurde. Immerhin handelte es sich bei dieser Frage um einen wesentlichen naturschutzfachlichen und rechtlichen Streitpunkt des Verfahrens, der eine ergebnisoffene Auseinandersetzung dringend erforderlich gemacht hätte. So entsprechen die betreffenden früheren Gartenflächen laut Definition des „Naturschutzreport“, der offiziellen Schriftenreihe des Thüringer Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz, sehr wohl den Anforderungen, die an eine Streuobstwiese gestellt werden. Zu dem gleichen Schluss kommt außerdem der 2019 vom baden-württembergischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnung herausgegebene „Leitfaden zum Artenschutz in der Bauleitplanung und bei Bauvorhaben“. Stattdessen wurden nun durch eine Stadtratsmehrheit in einem der sensibelsten Gothaer Grünachsen die Belange einer nachhaltigen Stadtentwicklung und Bauplanung ganz offensichtlich bereitwillig den Interessen eines Investors geopfert, anstatt ein deutliches Signal zu setzen, dass ein derartig fragwürdiges Verhalten auf dem Rücken des Naturschutzes nicht toleriert wird.

Albrecht Loth, Pressesprecher


Kalender 2022

Nabu Kalender 2022: Neobiota!

2022 stellen wir Ihnen im Rahmen unserer traditionellen Kalenderreihe diesmal die neuen Tier- und Pflanzenarten im Landkreis Gotha vor.  Teils eingeschleppt, teils entflohen bergen diese sogenannten Neobiota mitunter Gefahren für die heimische Flora und Fauna. Unser Kalender bietet wie gewohnt auch wieder zahlreiche Informationen zum Thema.

Demnächst erhältlich in der Gotha Information.


Natur Kalender des Tierfotografen Dr. C.F. Robiller

Blaumeise. Foto: C. F. Robiller
Blaumeise. Foto: C. F. Robiller

Auch für das nächste Jahr bietet der Tierfotograf Dr. C. F. Robiller wieder Kalender mit herausragenden Naturfotografien an.

Hier geht´s zum Shop >>>


Weiterhin für den Artenschutz aktiv

Tödlicher Straßenverkehr - Wildkatzen gerettet

junge Wildkatzen vom Kriegberg. Foto: U. Schneider
junge Wildkatzen vom Kriegberg. Foto: U. Schneider

Der Straßenverkehr stellt für viele Wildtiere eine gefährliche und oft auch tödliche Gefahr dar. Am 17.05.2021 konnte im Bereich der Freundwarte durch Ronald Bellstedt eine tote Wildkatze gefunden werden, die das Überqueren der Straße zwischen Gotha und Trügleben nicht überlebte. Bei genauerer Betrachtung wurde festgestellt, dass die Katze Jungtiere hatte, die ohne Schutz und Fürsorge durch die Mutter nur wenige Tage überleben würden. Unmittelbar wurde unter den NABU-Aktiven eine Suchaktion gestartet, um den seltenen Nachwuchs zu retten - immer in Absprache mit dem Wildkatzen-Experten Silvester Tamás (Wildkatzen in Thüringen). Erst am Folgetag konnten sie nach einer mehrstündigen aufwendigen Suche durch Thomas Faulstich und Uta Schneider gefunden werden. Zwei kleine Kätzchen, noch mit geschlossenen Augen und teils schon sehr schwach. 

liebevolle Fürsorge. Foto: U. Schneider
liebevolle Fürsorge. Foto: U. Schneider

Nach erster tierärztlicher Untersuchung und regelmäßiger Fütterung in der Nacht sind die Kätzchen am 19.05.2021 durch Vorstandsmitglied Sabrina Heyn in den Bärenpark nach Worbis gebracht worden. Dort können die Gothaer Wildkatzen optimal versorgt und unter Begleitung des NABU Gotha im Herbst wieder auf dem Kriegberg ausgewildert werden. Der NABU Gotha wird den Bärenpark finanziell in Form einer Spende unterstützen. Auch Sie können helfen und dem Bärenpark Worbis und den vielen anderen, oft ehrenamtlichen, Tierauffangstationen spenden!

Schnappschuss auf dem Kriegberg. Foto: NAJU Gotha
Schnappschuss auf dem Kriegberg. Foto: NAJU Gotha

Federführend wird das anstehende Projekt durch unsere Naturschutzjugend NAJU Gotha begleitet. Diese hatte das Vorkommen der Wildkatze mittels einer Wildkamera 2013 auf dem Kriegberg überhaupt erst nachgewiesen. Bis dahin braucht es noch viel Zeit. Wir wünschen den kleinen Wildkatzen alles Gute und werden sie auf ihrem Weg begleiten. Wollen Sie unsere NAJU bei diesem Projekt  unterstützen? >>>

 

Was Autofahrer tun können: verringern Sie Ihre Geschwindigkeit v.a. in der Dämmerungs- und Nachtphase in Wäldern, an Waldrändern oder im Bereich von Feldgehölzen. Behalten Sie den Straßenrand immer im Blick!

 

Was Wanderer tun können: auf den Wegen bleiben und Hunde anleinen! Sollten Sie etwas Auffälliges beobachten, kontaktieren Sie uns oder die Untere Naturschutzbehörde.

 

Uhu wieder in sein Revier entlassen

Ende Januar 2021 wurde bei Altenbergen ein verletzter und flugunfähiger Uhu gefunden. Vermutlich ist er mit der dortigen Stromleitung kollidiert. Das sonst sehr wehrhafte Tier wurde durch die aufmerksame Familie Stötzer geborgen. Nach der Kontaktaufnahme mit dem NABU Gotha konnte das Uhu-Weibchen umgehend der Vogelschutzwarte Seebach übergeben werden. Es wog nur noch 2550 g und hatte wohl schon eine Weile kein Futter mehr bekommen. In den ersten zehn Tagen auf der Pflegestation musste der Uhu zugefüttert werden. Danach ging es wieder von ganz allein. Knapp 4 Wochen später und 700 g schwerer konnte das Weibchen wieder in seinem Revier entlassen werden, gerade noch rechtzeitig zu Beginn der Brutzeit. Das Männchen hatte in der Zwischenzeit immer wieder nach ihr gerufen. Noch in den 1990er Jahren gab es kaum Uhus. Heute zählen wir wieder fünf bis acht Paare im Kreis Gotha.

Neuer Nistkasten für den Wanderfalken

Im August 2019 wurde der alte Schornstein im Gierstädter Gewerbegebiet gesprengt. An ihm befand sich ein jahrelang durch Wanderfalken genutzter Nistkasten. In vier Jahren flogen hier 15 junge Wanderfalken aus. Da diese schöne Vogelart unter strengem Schutz steht, hätte es eine Auflage geben müssen, den Brutkasten zu ersetzen. Die zuständige Untere Naturschutzbehörde Gotha ist trotz des Wirkens der Vogelschützer nicht aktiv geworden, 2020 fiel die Brut damit aus. Nun ist die NABU OG Großfahner selbst aktiv geworden und hat nach einer Alternative gesucht. Mit der Gestattung des Eigentümers des örtlichen Mobilfunkmastens wurde innerhalb weniger Tage dank zahlreicher Beteiligter ein neuer Brutkasten zur Verfügung gestellt. Dieser stand kaum eine Woche leer, das Wanderfalken-Paar zog dankend ein. So schnell kann es gehen...

Lebensraum Kirchturm

Die Aktion "Lebensraum Kirchturm" setzt sich für die Sicherung von Lebensräumen bedrohter Arten ein. Sanierungen und Umbaumaßnahmen nehmen vielen Arten wie Fledermäusen, Dohlen oder Eulen die heute umso wichtiger werdenden Reproduktionsstätten. Um den Tieren dennoch Lebensraum zu geben und gleichzeitig das Gebäude vor Verschmutzung zu schützen, können gezielt Brutstätten und Unterschlupfmöglichkeiten angebracht werden.  Im Kirchturm von Henningsleben wurde daher ein Nistkasten für die Schleiereule installiert, mit der Unterstützung des NABU Gotha. Da es der Nachtvogel dunkel mag, ist der Kasten mit einer Lösungsmittelfreien dunklen Farbe angestrichen worden. Nun kann die Eule einziehen und das abwechslungsreiche Ortsbild von Henningsleben bereichern. Mehr Informationen zur Aktion finden Sie hier >>>

Greifvogelverfolgung im Landkreis Gotha

Rotmilan. Foto: D. Bernkopf
Rotmilan. Foto: D. Bernkopf

Greifvögel gehören zu den streng geschützten Arten. Sie unterliegen dem Jagdrecht mit ganzjähriger Schonzeit, zudem dem Bundesnaturschutzgesetz und der EU-Artenschutzverordnung. Das Fangen, Verfolgen und Töten verstößt damit gegen das Bundesnaturschutzgesetz, gegen das Jagdrecht, das Strafgesetzbuch und das Tierschutzgesetz. Wer sich dessen strafbar macht kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden.

Kaum zu glauben, dass es auch heute noch zu illegalen Nachstellungen streng geschützter Tierarten kommt. Aktuelles Beispiel: ein getötetes Mäusebussardweibchen im Waldgebiet Berlach bei Gotha im Januar 2020.

Sollten Sie bei Ihrem Spaziergang durch die Natur Fangeinrichtungen, tote Vögel oder sonstige Auffälligkeiten feststellen kontaktieren Sie bitte umgehend die Polizei, die Untere Naturschutzbehörde Gotha, den NABU KV Gotha e.V. oder auch das Komitee gegen den Vogelmord e.V.