Die Naturschutzjugend (NAJU) Gotha

action for nature

Hier haben wir eine Auswahl an spannenden Geschichten, welche wir 2012 erfahren haben:

Ein Indianer in der Bibliothek
- ist an sich nichts Ungewöhnliches. Zwischen großen und kleinen Buchdeckeln warten neben Winnetou und seinem Blutsbruder Old Shatterhand Indianer darauf, in unserem Kopfkino mitspielen zu dürfen. Aber am Mittwoch, den 28.11. erwartete ein echter Indianer vom Stamme der Blackfoots aus Kanada im Leseraum der Kinderbibliothek auf die Kinder der Naturschutzjugend (NAJU) und ihre Gäste. Devalon Small Legs Long Time Travelling, mit seiner Federhaube und den traditionellen Gewändern eine imposante Erscheinung, begrüßte jeden Gast per Handschlag. Der Medizinmann versteht sich selbst als Mittler der indianischen Kultur und hatte wundervolle Geschichten im Gepäck. Gespannt lauschten Groß und Klein seinen Ausführungen über die mitgebrachten Kulturgegenstände. 90 Minuten angefüllt mit Wissen über Kultur und Spiritualität der Nativ People, und gemeinsamen Trommeln waren schnell vorbei. 

Am Sonntag, den 25.11. früh um 9.00Uhr lud der Nationalpark Hainich zum Mitmachen „Auf Futtersuche mit Buntspecht und Co.“ ein. Die Naturschutzjugend im NABU KV Gotha weiß, manchmal eröffnet der Blick über den Tellerrand, im übertragenen Sinne: der Landkreis, neue Perspektiven. Die Biologen Juliane Balmer und Joachim Blank haben sich der heimischen Vogelwelt verschrieben und lassen sich bei der wissenschaftlichen Vogelberingung über die Schulter schauen.

Die Ortsgruppe des Naturschutzbundes (NABU) Waltershausen hatte die Kinder auch in diesem Jahr eingeladen, bei der Pflege des Naturschutzgebietes „Kräuterwiese, Burgberg, Baldrichstein“ dabei zu sein. Eigens für sie wurde schon einige Tage vorher mit der Mahd begonnen, so dass die Kinder abseits der lärmenden Geräte beim Beräumen der Fläche helfen konnten. Dem eingespielten Team um Thomas Oppel konnte nichts und niemand aus der Ruhe bringen. Mit einer unglaublichen Geduld wurde jedes Insekt namentlich bestimmt, Krabbeltiere eingefangen und Auskunft gegeben. Nach einer Stärkung als Dank für ihre Mitarbeit machten sich die sieben Jungs mit ihrer Anleiterin Andrea Witt-Kunstmann sichtlich zufrieden auf den Heimweg. Zu Hause gab es Unglaubliches zu berichten. Oder wussten Sie, dass es bei uns Vogelspinnen gibt? „Es handelt sich um Tapezierspinnen und die gehören wiederum zu den Vogelspinnen. Bei uns gibt es nur sehr wenige Arten, alle aus der Gattung Atypus. Diese besiedeln ganz gern die trockenen Hänge und Heidelandschaften. Sie haben natürlich kein typisches Vogelspinnen-Äußeres, sind aber trotzdem sehr charakteristisch...wenn man sie einmal gesehen hat, erkennt man sie immer wieder“ versicherte auf Nachfrage die Gothaer Biologin Susanne Löw.
Für alle die mal Lust auf eine Exkursion mit uns haben, können sich gern bei uns per email melden. Allen anderen können wir das Aktionspaket für kleine Wiesenforschergruppen anbieten. Unter http://www.naju.de/kinderbereich/kinder-entdecken-die-natur/ die PDF-Datei runterladen und mit spannenden Fakten und Forscheraufgaben den Mikrokosmos Wiese erforschen.

Nix für Stubenhocker

Im Frühjahr, wenn die ersten Knospen sprießen und die Vögel beginnen ihre Nester zu bauen, stellt die Naturschutzjugend (NAJU) im NABU alle kleinen Naturforscher vor eine spannende Aufgabe: Sie ruft mit dem Wettbewerb „Erlebter Frühling“ Kinder bis zu zwölf Jahren dazu auf, allein oder in Gruppen die ersten Frühlingsboten zu entdecken.

Getreu ihrem Motto "action for nature" machen sich auch die Kinder der NAJU-Gruppe Gotha im Rahmen des Wettbewerbs auf Entdeckertour. Wir erforschen den Frühlingsboten Honigbiene. An der Beute gibt es selbst im Vorfrühling viel Spannendes zu entdecken.

Unsere Beobachtungen und Erlebnisse halten wir in einem Forschertagebuch fest. Am Freitag, den 27.04.12 stellen wir unsere Forscherergebnisse interessierten Gothaern vor. Wir beginnen um 18.00 Uhr im Hörsaal des Ernestinums.

Dieser Vortrag ist der Abschluss unseres Projektes. Unser umfangreiches Forschertagebuch schicken wir als Wettbewerbsbeitrag nach Berlin. Einsendeschluss ist der 25. Mai 2012.

Die Erstplatzierten werden bei einer bundesweiten Preisverleihung am 15. Juni 2012 in Berlin prämiert. Mit GPS-Geräten, Slacklines und Büchern voller spannender Umwelt-Tipps und Tricks werden die eifrigsten Forscherinnen und Forscher für ihr Engagement belohnt.

Egal wie der Wettbewerb ausgeht, wir haben richtig viel gelernt: Habt ihr gewusst, dass Bienen ein Körbchen zum Pollentransport haben?

Mehr Infos unter www.erlebter-fruehling.de

Alles geht, nur der Frosch hüpft…
Am Samstag, den 24.03. machten sich die Kinder der Gothaer Naturschutzjugend im NABU schon früh auf den Weg. Ihr Ziel: Die kleinen grünen Zäune aus Kunststoff am Straßenrand oberhalb der Cumbacher Teiche zwischen Schnepfenthal und Ernstroda. Dort sollen hundert Kröten auf ihr Eimertaxi warten.
Gemeinsam mit Familie Köbis gingen die NABU-Kinder den Amhibienschutzzaun ab. Dieser wurde vor kurzem aufgebaut, um die Amphibien auf ihrem Weg zum Laichgewässer daran zu hindern, einfach auf die Straße zu hüpfen. Auf der Suche nach einem Durchschlupf wandern die Amphibien in der Dunkelheit den Zaun entlang und - schwuppdiwupp - plumpsen sie in einen der eingegrabenen Eimer. Am nächsten Morgen sammelt man sie ein, bringt sie über die Straße und lässt sie in Gewässernähe wieder frei. Den Rest schaffen sie allein.
Ein herzliches Dankeschön nicht nur für ihren unermüdlichen und täglichen Einsatz im Amphibienschutz gilt der Familie Köbis aus Schnepfenthal. Überzeugend und unterhaltend gaben Sigrun und Kirsten Köbis ihren Zuhörern einen Einblick in die Vielfalt und Schönheit der Kröten, Frösche und Molche. Eindringlich und dabei trotzdem kurzweilig lernten die Kinder wie wichtig es ist, sich für den Amphibienschutz einzusetzen. 75 Teichmolche liefen, die 231 Erdkröten krochen und die 6 Grasfrösche hüpften mit Hilfe der neun Jungs dem erfrischenden Nass entgegen. Dass wir nur einen Kammmolch gefunden haben, zeigt, wie selten diese wirklich imposanten Tiere geworden sind und wie wichtig dieses ehrenamtliche Engagement für den Erhalt unserer Natur ist. Trotz der frühen Morgenstunde war es ein tolles Erleben.

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