Rotmilan-Monitoring im Landkreis Gotha

Thüringens König der Lüfte unter Beobachtung

Flugbild. Foto: S. Löw
Flugbild. Foto: S. Löw

Unverkennbar durch seinen tief gegabelten, rostroten Schwanz ist der Rotmilan (Milvus milvus) eine der häufigsten Taggreifvogelarten des Landkreises. Dennoch ist der elegante Vogel global eine hochgradig gefährdete Art, dessen Verbreitung fast ausschließlich innerhalb der europäischen Grenzen liegt. Die höchsten Dichten werden in den ostdeutschen Bundesländern verzeichnet.  Daher hat die Bundesrepublik immense Verantwortung für das Fortbestehen der Art, ist verpflichtet geeignete Lebensräume zur Verfügung zu stellen, und die Entwicklung der Bestände zu dokumentieren.

Jungvogel bei der Beringung. Foto: S. Löw
Jungvogel bei der Beringung. Foto: S. Löw

Ein solches Monitoring für den Rotmilan wird seit 1992 im Landkreis Gotha durchgeführt. Bei dieser wissenschaftlichen Beobachtung werden Brutpaare erfasst, Jungvögel beringt, und auch Beutereste zur Nahrungsanalyse aufgenommen. Der größte Thüringer Taggreifvogel verzeichnet im Landkreis Gotha wieder relativ hohe Brutpaardichten. Dennoch ist der Rotmilan auch hier zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Sowohl natürliche (z.B. Prädation und Unwetter) als auch anthropogene Einflüsse (intensive Landwirtschaft, technische Einrichtungen, direkte Verfolgung) bedrohen das Leben unserer Greifvögel.

 

Mehr zum Wesen des Rotmilans lesen Sie hier


Literaturtipp

Allert, Joachim 1996: Greifvögel im Landkreis Gotha, Bestandssituation Vorkommen und Schutz.- 32 S.- NABU KV Gotha e.V. (Hrsg.).- Gotha Druck, Günthersleben-Wechmar

 

zu Beziehen über info@nabu-gotha.de

Schutzgebühr: 4€ (inkl. Porto + Versand)

 

Mehr Literatur